Vorfall

ClawHavoc: Anatomie eines Skill-Marketplace-Angriffs

Im Februar 2026 zeigte ClawHub, wie ein Agent-Skill-Marketplace zur Waffe wird: Sicherheitsforscher fanden über tausend bösartige Skills — getarnt, typosquatted, mit Credential-Diebstahl und Fernsteuerung.

Lesezeit ~7 Min · Vorfall

Was passiert ist

Bei einem Audit der rund 14.000 öffentlich gelisteten ClawHub-Skills fanden Forscher 1.184 bösartige — eine Infektionsrate von fast 8,5 %. 335 davon gehörten zu einer einzigen koordinierten Operation namens ClawHavoc. Ziel waren macOS- und Windows-Maschinen, besonders Always-on-Rechner (etwa Mac minis), auf denen OpenClaw dauerhaft als Agent-Host läuft.

Die Maschen

Typosquatting: Viele Skills imitierten legitime Namen — clawhubb, cllawhub, clawhubcli — um versehentliche Installs von Nutzern abzugreifen, die schnell durch den Marketplace klicken.

Tarnung: Andere gaben sich als gefragte Tools aus — Crypto-Wallets, Polymarket-Trading-Bots, YouTube-Utilities, Auto-Updater, Google-Workspace-Integrationen.

Ein Skill, der sich als legitimes Polymarket-Tool ausgab, führte heimlich einen Befehl aus, der dem Angreifer volle Fernsteuerung über das System gab.

Was die Skills taten

Warum „verifiziert" nicht reichte

Ein Marketplace prüft Herkunft und Version — nicht die Absicht. Ein Typosquat ist ein völlig „legitimer" Upload. Das ist genau die Lücke aus Skills als Einfallstor: Verifikation ist keine Sicherheit.

Wie PoisonZero das stoppt

PoisonZero setzt eine Ebene tiefer an als der Marketplace — am Schreibzugriff. Der Daemon überwacht ~/.openclaw/skills und die Config-Dateien lokal:

Mehr zum Mechanismus: Memory Poisoning und Supply-Chain-Würmer.

Schützen Sie Ihre OpenClaw-Skills.

PoisonZero bewertet jeden Schreibzugriff auf ~/.openclaw/skills — und stoppt getarnte Skills fail-closed.

14 Tage testen

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