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Warum Fail-closed gewinnt

„Fail-closed” bedeutet: Wenn ein System unsicher ist, verweigert es — statt im Zweifel durchzulassen. Bei autonomen Agenten ist das der Unterschied zwischen einem abgewehrten und einem geglückten Angriff.

Lesezeit ~4 Min · Design

Fail-open vs. Fail-closed

Jedes Schutzsystem muss entscheiden, was es tut, wenn es sich nicht sicher ist. Es gibt zwei Haltungen:

Bei einer Türsperre ist die Wahl offensichtlich: Eine Schließanlage, die bei Stromausfall einfach aufgeht, ist keine Sicherung. Bei Agenten wird dieselbe Logik oft vergessen.

Ein Agent handelt autonom und wiederholt. Eine einzige falsch durchgewunkene „Erinnerung” wirkt nicht einmal, sondern bei jeder künftigen Entscheidung.

Warum gerade Agenten Fail-closed brauchen

Wie PoisonZero Fail-closed umsetzt

PoisonZero bewertet jede Änderung mit zwei Zahlen: einem Gefahrengrad (0–1) und einer Sicherheit (0–1, wie verlässlich das Urteil ist). Daraus folgt eine klare, konservative Logik:

# Entscheidungslogik (vereinfacht)
Gefahr ≥ Blockier-Schwelle        → revert
Gefahr ≤ Sicher-Schwelle
   UND Sicherheit ≥ Mindestmaß    → allow
sonst (alles Unklare dazwischen)  → ask_user

Der entscheidende Punkt ist die letzte Zeile: Was nicht eindeutig harmlos und ausreichend sicher beurteilt ist, wird nicht durchgelassen. Es wird zurückgerollt oder Ihnen vorgelegt. Sie legen die Schwellwerte pro Agent selbst fest — verständlich erklärt, mit Schiebereglern statt Konfigurationsdateien.

Der Preis und warum er sich lohnt

Fail-closed bedeutet gelegentlich eine Rückfrage, die sich im Nachhinein als unnötig herausstellt. Das ist der Preis. Ihm gegenüber steht ein vergifteter Eintrag, der unbemerkt jede künftige Entscheidung verzerrt. Diese Asymmetrie — kleine, sichtbare Unbequemlichkeit gegen großen, unsichtbaren Schaden — ist der ganze Grund, warum Fail-closed gewinnt.

Sicher by default.

PoisonZero wählt im Zweifel die sichere Seite — und lässt Sie die Grenze selbst ziehen.

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